Ex/t/ra/va/ganz die; -, – en: 1. etwas, was aus dem Rahmen des Üblichen herausfällt;

ausgefallenes Verhalten, Tun. 2. (ohne Plural) Ausgefallenheit.

3. Überspanntheit, Verstiegenheit

Das Adjektiv extravagant; außergewöhnlich, ausgefallen, überspannt; wurde im 18. Jahrhundert aus dem Französischen entlehnt und geht auf das mittellateinische extravagans zurück (lateinisch extra; außerhalb und vagans; umherschweifen, unstet sein, vgl. auch Vagabund und stand auch für ausschweifend. Im Plural wurde als extravagantes die außerhalb des bereits kodifizierten kanonischen Rechts bestehenden päpstlichen Verordnungen bezeichnet. Das Verb extravagieren stand auch für ‘ab-, ausschweifen; ungereimt handeln, sich albern benehmen’. ¹

Geplant ist ein Pilotprojekt. Eine Aufforderung an BesucherInnen, sich zu re-sensibilisieren.

Sich der herkömmlichen Konsumation von Kunst bewusst zu werden und ihr ein Ende zu setzen.

Geplant ist eine Ausstellungsextravaganz, die sich von den Methoden klassischer Ausstellungspraxis unterscheidet.

Eine Art der Ausstellung, die dem herkömmlichen ‘White Cube’ mit seinen immer gleichmäßig beleuchteten, weißen Wänden, gegenübersteht.

Die BesucherInnen werden als mündige politische Personen gesehen und auch als solche behandelt.

Sie finden sich in einer von Licht und Schatten akzentuierten ehemaligen Schnallenfabrik, geleitet von ihrer eigenen Neugierde, ihren eigenen Sinnen überlassen.

Mit Licht durch die Dunkelheit und von der Dunkelheit ans Licht geführt.

Allein durch die Umgebung, die ausgestellten Werke der sehr unterschiedlich arbeitenden KünstlerInnen und die daraus resultierende Notwendigkeit, sich von Raum zu Raum,

von Werk zu Werk, neu auf die Situation einzustellen, neue Eindrücke zuzulassen, und sich immer wieder neu orientieren zu müssen, werden die RezipientInnen zu EntdeckerInnen.

EntdeckerInnen der unterschiedlichen Räume, Kunstwerke, KünstlerInnen, ihrer Medien und Arbeitsweisen.

Ist es möglich, dass Ästhetisches politisch wird?

Und Politisches ästhetisch?

Ist es möglich, den Besucher durch bloße Ausstellungsgestaltung mit Fragen wie diesen und nicht zuletzt, mit sich selbst zu konfrontieren?

Unter den ausgestellten Arbeiten gibt es von Malerei, Zeichnung, Fotografie, über Objekte bis hin zu Installationen, Performances und Arrangements viel zu entdecken.

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